Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension "Paper Princess 1"




Preis: € 12,99 [D]
Einband: Broschiert
Seitenanzahl: 384
Altersempfehlung: ab ca. 16
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥
Reihe: 1. Band einer Reihe
Verlag: Piper

Klappentext: Ellas Leben war bisher alles andere als leicht, und als ihre Mutter stirbt, muss sie sich auch noch ganz alleine durchschlagen. Bis ein Fremder auftaucht und behauptet, ihr Vormund zu sein: der Milliardär Callum Royal. Aus ihrem ärmlichen Leben kommt Ella in eine Welt voller Luxus. Doch bald merkt sie, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt. Callums fünf Söhne – einer schöner als der andere – verheimlichen etwas und behandeln Ella wie einen Eindringling. Und ausgerechnet der attraktivste von allen, Reed Royal, ist besonders gemein zu ihr.
 


Die Geschichte
 
Bevor wir zum Buch kommen, wollte ich mal kurz etwas loswerden, was mir gerade beim Eingeben der Fakten mal wieder aufgefallen ist. Kommt mir das nur so vor oder gibt es mittlerweile vielmehr broschierte Ausgaben als Taschenbücher? Ich kann mich zumindest erinnern, dass es das früher nicht so oft gab und die Bücher demnach auch wesentlich günstiger waren. Mittlerweile kostet ja fast jedes Buch mehr als 10 Euro, was ich doch schon ein bisschen viel für noch nicht einmal 400 Seitem finde. Natürlich ist die Aufmachung ganz hübsch, aber in diesem Fall hätte auch ein Taschenbuchformat gereicht. Na ja, leider ist das alles nur Geldmacherei, was ich jedoch gerade bei Büchern echt schade finde. Junge Leute können sich sowas ja kaum noch von ihrem Taschengeld leisten. Wie seht ihr das?
Nun aber zur Geschichte, die leider auch nicht ganz so positiv bei mir wegkommt. Der Inhalt ist schnell erklärt, denn es geht hier um Ella, die von armen Verhältnissen zu einer reichen Familie kommt und dort ein völlig neues Leben beginnt. Sie hat viel in der Vergangenheit durchmachen müssen, doch auch im Hause Royal muss sie sich neuen Herausforderungen stellen, denn die fünf Söhne ihres Vormunds sind alles andere als nett zu ihr. Mehr möchte ich nicht verraten bzw. eigentlich gibt es gar nicht viel mehr zu erzählen, denn genau darum dreht sich im Grunde das gesamte Buch. Mich hat der Aspekt angesprochen, dass Ella aus armen Verhältnissen stammt und ich war gespannt wie sie mit dieser für sie völlig neuen Welt umgeht. Hinzu kam, dass das Buch ja gleich zu Beginn sehr gehyped wurde und ich mich in dieser Hinsicht schnell anfixen lasse. Leider sollte ich mir so etwas vorher mal mehr überlegen und mir vor allem nicht gleich danach noch den 2. Band zulegen. Ich hätte diesen sonst vermutlich gar nicht gelesen oder erst sehr viel später. Jetzt wo ich ihn habe, werde ich die Geschichte dann doch weiterführen. Na ja, aus solchen Aktionen wird man zumindest schlauer und deshalb werde ich mir das nächste Mal nur noch Fortsetzungen von Geschichten kaufen, wo ich mir sicher bin, dass sie mir gefallen. Ich möchte das Buch jetzt aber auch nicht komplett schlecht reden, denn im Grunde hatte ich es recht zügig durch und irgendwo hatte es auch einen leichten Suchtfaktor. Mich haben hier nur diese extremen Klischees gestört und das alles (also wirklich alles!) vorhersehbar war. Im Grunde ist es also eine klischeehafte Jugenromanze, gepaart mit ein paar erotischen Szenen und einem High Society Touch.
 
Die Charaktere
 
Ich weiß, dass viele Leser die Protagonistin mochten, aber mir war sie am Anfang nicht so sympathisch. Ich mochte es überhaupt nicht, wie sie mit vielen Situationen umgegangen ist. Es hat zwar zu ihrem Charakter und ihrem alten Leben gepasst, aber ich konnte mich damit einfach überhaupt nicht identifizieren. Zum Glück hat sie sich jedoch zum Ende hin gebessert und da mochte ich tatsächlich auch ein bisschen ihre schlagfertige Art. Die Royals fand ich allesamt arrogant, aber natürlich ist das nur eine Fassade und es verbirgt sich vielmehr dahinter. Genau das versuchen wir zusammen mit Ella herauszufinden, denn besonders der attraktivste Bruder Reed scheint etwas zu verbergen. Er war mir im Laufe der Geschichte mal mehr und mal weniger sympathisch.
 
Der Schreibstil
 
Das einzig positive an diesem Buch war der flüssige Schreibstil, denn dadurch ließ sich die Geschichte unglaublich schnell weg lesen. Er war halt sehr einfach gehalten und man konnte sich alles gut vorstellen. Ich hätte mir aber gewünscht, dass die erotischen Szenen ein bisschen ausführlicher beschrieben werden und hoffe, dass es davon im 2. Band ein paar mehr geben wird.
 
Fazit
 
Ich wollte dem Buch zuerst nur 2 Punkte geben, was ich ja recht selten mache, doch dann dachte ich mir, ich gebe der Geschichte noch eine Chance. Im Grunde hatte ich es ja auch recht schnell durch und das Ende macht dann doch neugierig auf den 2. Band. Sollte dieser vom Aufbau her genauso sein, wird meine Bewertungen allerdings schlechter ausfallen. Ich muss da echt mal härter werden, denn manchmal bewerte ich die Geschichten positiver als sie eigentlich waren. Dieses Buch ist da aber wirklich eine starke Ausnahme oder mein Geschmack entwickelt sich langsam in eine andere Richtung. Vielleicht sollte ich mal wieder mehr Erwachsenenliteratur lesen und mich ein bisschen von diesen klischeehaften Jugendgeschichten fernhalten.
 
 

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