Donnerstag, 9. März 2017

Rezension "Wie die Luft zum Atmen 1"




Preis: € 14,00 [D]
Einband: Broschiert
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 16
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥
Reihe: 1. Band einer Reihe
Verlag: LYX

Klappentext: Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte.
 


Die Geschichte
 
Ich hatte mich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut, da mir "Verliebt in Mr. Daniels" von ihr so gut gefallen hat. Durch Zufall habe ich es dann im Buchladen entdeckt, mitgenommen und sogleich angefangen zu lesen. Viele sind ja auch sehr begeistert von dem Cover, wobei ich sagen muss, dass das jetzt nicht ganz so mein Geschmack ist. Leider lässt sich diese Meinung auch auf die Geschichte übertragen. Ich habe Großartiges erwartet, doch irgendwie konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen und hat mich daher sehr enttäuscht. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, denn es geht hier um zwei Menschen, die alles in ihrem Leben verloren haben und sich gegenseitig in dieser schweren Phase Trost spenden. Es waren ein paar schöne Zitate enthalten und die Erlebnisse der beiden konnte mich auch berühren, doch irgendwann war mir das alles zu viel Drama. Anfangs konnte es mich wie gesagt noch berühren, aber ab einen bestimmten Zeitpunkt war es so vorhersehbar und leider ziemlich schnulzig. Die Spannung zum Schluss hat das Ganze zwar etwas aufgepeppt, aber es waren für mich einfach zu viele Zufälle, die die Geschichte etwas unrealistisch gemacht haben. Die letzten Seiten waren für mich dann entscheidet für die Bewertung und obwohl es so geendet hat wie ich es mir erhofft habe (bzw. es schon vorausgesehen habe), hat es meine Punktevergabe noch verschlechtert. Ich habe zwischen 3 und 4 Punkten geschwankt, doch leider wurde daraus nur ein mittelmäßiges Ergebnis. Wie gesagt, gab es natürlich auch schöne Momente in diesem Buch, aber wenn jemand auf einer Seite 10x das Wort "Ich liebe dich" in den Mund nimmt, dann ist es mir einfach zu viel des Guten. Weniger ist halt manchmal einfach mehr.
 
Die Charaktere
 
In diesem Buch haben mir eigentlich nur die zwei Hauptcharaktere gefallen und die Tochter der Protagonistin fand ich auch noch sehr süß. Den Rest fand ich eher so mittelmäßig, wobei es da noch einen älteren Mann gab, der mir ebenfalls sympathisch war, aber komischerweise von der ganzen Kleinstadt gemieden wurde. Dabei war es für mich genau umgekehrt, denn ich fand eher die anderen Leute aus der Kleinstadt etwas suspekt. Besonders die beste Freundin von Liz ging mir mit ihren vulgären Ausdrücken richtig auf die Nerven. Ich habe einfach nicht verstanden, warum sie mit ihr befreundet ist, denn irgendwie war sie das komplette Gegenteil von ihr. Da es hier aber zum größten Teil um Tristan, Liz und Emma ging, konnte ich über die anderen Charaktere ein wenig hinwegsehen.
 
Der Schreibstil
 
Genau wie in "Verliebt in Mr. Daniels", hat Brittainy C. Cherry auch hier wieder eine poetische Sprache benutzt. Wie schon oben erwähnt, gab es wirklich einige schöne Zitate, die mich sehr berührt haben. Ab einen gewissen Zeitpunkt wurde es mir in diesem Buch jedoch zu viel und es entwickelte sich daraus eine kleine Schnulze. Dieses Gefühl hatte ich in ihrem anderen Roman nicht, weshalb es mich auch so enttäuscht hat.
 
Fazit
 
Leider hat mir das Gesamtpaket dieses Buches nur mittelmäßig gefallen, auch wenn es durchaus einige schöne Szenen gab. Ich habe es beim Lesen immer wieder mit ihrem anderen Roman verglichen, was vermutlich auch dazu geführt hat, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden. Obwohl das andere Buch ja ebenfalls schnulzig geschrieben war, empfand ich es dort überhaupt nicht als störend. Ob es einfach nur an dem Thema lag oder weil ich nicht in der richtigen Stimmung war, das kann ich leider nicht sagen. Fakt ist aber, dass ich hier nicht mehr als 3 Punkte vergeben kann und nun stark überlege, ob ich die weiteren Bände aus dieser Reihe lesen soll. Ich denke, das werde ich dann wohl spontan entscheiden. Es gibt also nur eine bedingte Empfehlung von mir, obwohl ich durchaus verstehen kann, dass es auch vielen Lesern gefällt. Man muss sich halt nur auf viel Herzschmerz und Romantik einstellen.
 
 

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