Freitag, 24. Februar 2017

Rezension "Dash und Lilys Winterwunder"




Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Altersempfehlung: ab 13
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥
Reihe: Einzelband
Verlag: cbt

Klappentext: Kurz vor Weihnachten entdeckt Dash in einer Buchhandlung ein rotes Notizbuch, in dem ein Mädchen namens Lily den Finder zu einem geheimnisvollen Spiel auffordert. Bald schicken sich die beiden gegenseitig quer durch Manhattan. Über das Notizbuch tauschen sie ihre Gedanken und Träume aus und kommen sich dadurch näher – ohne sich jedoch zu begegnen. Immer größer wird der Wunsch, den anderen endlich kennenzulernen, und doch macht ihnen der Gedanke daran auch Angst. Und so zögern sie das erste Treffen hinaus, bis es fast zu spät ist …
 


Die Geschichte
 
Im Januar wollte ich noch einmal ein weihnachtliches Buch lesen, damit es das Jahr über nicht unnötig auf meinem SUB herumliegt. Außerdem hatte ich es mir erst frisch im Dezember gekauft und war deshalb umso gespannter auf die Geschichte. Erhofft habe ich mir von der Geschichte nicht viel, aber es sollte mich zumindest in eine winterliche Stimmung versetzen, so wie es "Dein Leuchten" von Jay Asher im Dezember geschafft hat. Leider muss ich sagen, dass das jedoch nur zum Teil geklappt hat und leider nicht auf den Januar (keine Weihnachtszeit mehr), sondern auf das Buch zurückzuführen war. Es geht darin um Dash, der durch Zufall in seiner Lieblingsbuchhandlung das Notizbuch von Lily entdeckt. Darin sind verschiedene Fragen und Aufforderung an den Finder gerichtet, die Dash zu bewerkstelligen versucht. Kurzerhand wird daraus ein Spiel und sie schicken sich immer wieder verschiedene Nachrichten und Aufgaben über das Notizbuch, ohne sich dabei je persönlich zu begegnen. Das klingt im ersten Moment echt toll und genau diese Idee hat mich so neugierig auf das Buch gemacht. An sich hätte man daraus so viel machen können, aber irgendwie ist bei mir leider nicht der Funke übergesprungen. Hin und wieder konnte man als Leser zwar die winterliche Atmosphäre spüren, doch irgendwas hat mir während des Lesens gefehlt. Leider habe ich mich sogar öfter dabei ertappt, dass ich die Geschichte mit dem Weihnachtsbuch von Jay Asher verglichen habe, wodurch mir noch stärker bewusst wurde, dass es daran definitiv nicht heranreicht. Es war nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut, sondern eher durchschnittlich. Das ist zwar sehr schade, doch manchmal reicht es eben nicht für mehr.
 
Die Charaktere
 
Eine weitere Sache, die mich an dem Buch etwas gestört hat, waren die Charaktere. Dash fand ich an sich noch ganz in Ordnung, wobei er mir manchmal nicht wie ein typischer Junge vorkam. Es ist meiner Meinung nach eher unrealistisch, dass ein Junge in manchen Situationen so handelt wie er es getan hat. Lily dagegen mochte ich noch weniger, weil sie nicht nur eine nervige Art hatte, sondern sich auch nicht wie 16 Jahre verhalten hat. Ich habe ja nichts dagegen, wenn die Charaktere im Teenageralter sind, aber sie sollten zumindest eine gewisse Reife besitzen. Lily war mir einfach viel zu kindisch und auch wie sie optisch beschrieben wurde, hat sie mich eher an eine 13 Jährige erinnert. Das fand ich etwas schade und hat mit der eigentlichen Liebesgeschichte nicht recht zusammengepasst. Ich finde, man hätte so viel mehr daraus machen können, aber leider passierten zu viele unrealistische Dinge.
 
Der Schreibstil
 
An den Schreibstil musste ich mich anfangs sehr gewöhnen, da er doch recht komplex für ein Jugendbuch ist. Die Sätze sind manchmal etwas länger und es wird viel mit Worten gespielt. Irgendwann hatte ich mich dann aber daran gewöhnt und fand sogar Gefallen an den außergewöhnlichen Schreibstil. Für mich hat jedoch der erwachsene Stil und die noch recht unreifen Protagonisten nicht ganz zusammengepasst. Wenn sie in das Notizbuch geschrieben haben, kamen sie immer so reif und erwachsen rüber, aber in der wahren Welt war das leider überhaupt nicht der Fall. Es kann natürlich sein, dass das so beabsichtigt war, doch für mich hat es leider nicht gepasst.
 
Fazit
 
Wie ihr sehen könnt, habe ich leider sehr viel an dem Buch auszusetzen. Es gab natürlich auch ein paar schöne winterliche Momente, doch für mehr hat es nicht ausgereicht. Ein durchschnittliches Weihnachtsbuch, welches ich nur bedingt empfehlen kann. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es jüngere Leser mehr begeistern kann.
 
 
 

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