Mittwoch, 22. Juli 2015

Rezension "Selection 1"




Preis: € 16,99 [D]
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 368
Altersempfehlung: ab 14
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: Band 1 einer Reihe
Verlag: Fischer

Klappentext: 35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?



Die Geschichte

Ich schäme mich ein wenig, dass dieses Buch schon solange hier ungelesen bei mir rumlag. Ursprünglich wollte ich warten, bis ich alle 3 Bände zusammen habe, aber dann wurde aus der Trilogie ja eine Reihe. In irgendeinem Youtube-Video habe ich jedoch gehört, dass es in dem 4. Band mit anderen Protagonisten weitergeht. Bitte korrigiert mich, wenn ich mich da irre. Jedenfalls war das für mich der Anlass, mit der Reihe nun endlich zu beginnen. Ich war sowieso sehr gespannt darauf, denn trotz des umwerfenden Covers, hatte ich bei der Geschichte so meine Bedenken. Der Klappentext hört sich sehr nach einer "Bachelor-Kopie" an und die Sendung mag ich leider so gar nicht. Trotzdem konnte ich - wie so viele andere - bei dieser außergewöhnlichen Buchgestaltung nicht dran vorbeigehen. Ich wollte der Geschichte wenigstens eine Chance geben und wenn sie mir überhaupt nicht zugesagt hätte, wäre es immer noch eine gute Dekoration für mein Bücherregal gewesen. Na ja, zum Glück ist dieser Fall nicht eingetroffen. Obwohl die Geschichte wirklich ein bisschen an den "Bachelor" erinnert, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es hat mich positiv überrascht, da es tiefgründiger ist als ich dachte. Natürlich kann man es jetzt nicht mit einer Dystopie wie "Panem" vergleichen, aber es hat trotzdem ein paar interessante Ansätze, die sich hoffentlich noch in den nächsten Bänden vertiefen werden. Vieles dreht sich um die Gunst des Prinzen, um den Palast und das Leben dort. Doch hin und wieder gibt es auch Anschläge und Anzeichen auf eine Rebellion, wodurch einem dann wieder bewusst wurde, dass es sich tatsächlich um eine Dystopie handelt. Es ist halt eine eher ruhigere Geschichte aus diesem Genre, aber das fand ich auch passend so. Der Hauptkern liegt nun mal auf den Prinzen und den 35 Erwählten Mädchen. Für mich war es eine richtig schöne Prinzessinnengeschichte im Zukunftsstil. Deshalb habe ich dem Buch auch letztendlich die volle Punktzahl geben.

Die Charaktere

Jetzt kommen wir zu dem Grund, warum ich mir bei der Punktevergabe zuerst nicht sicher war. Es lag hauptsächlich an der Protagonistin "America", denn diese hat mich an manchen Stellen ein bisschen an dem Verlauf der Geschichte zweifeln lassen. Ich mag sie vom Charakter her eigentlich ganz gerne, denn sie ist hilfsbereit, hat einen starken Willen und ist vor allem immer für ihre Familie und Freunde da. Doch manchmal war sie mir im Palast ein bisschen zu Vorlaut. Sie hat einige Dinge gesagt und getan, die ich nicht ganz nachvollziehen bzw. für gut empfunden habe. Gleichzeitig war ich aber fasziniert von diesem Mut und fand sie ansonsten recht liebenswürdig. Es waren wirklich nur wenige Momente, die sich jedoch zum Schluss verstärkt haben. Sie hat eine Entscheidung zu treffen, die gewiss nicht leicht ist, aber irgendwie hat sie ihre Meinung ständig wieder geändert. Ich habe von vielen Leuten gehört, dass es im 2. Band noch schlimmer sein soll und da ich gerade damit begonnen habe, kann ich dies bestätigen. Die restlichen Charakter mochte ich soweit ganz gerne und besonders den Prinzen und Americas Zofen finde ich sehr sympathisch.

Der Schreibstil

An dem Schreibstil habe ich nichts auszusetzen. Es lässt sich flüssig und leicht lesen und ist von der Art her genau passend für dieses Buch. Da die Schrift recht groß ist, lässt es sich mega schnell lesen, sodass man die Geschichte im nu durch hat.

Fazit

Trotz meiner kleinen Schwierigkeiten mit America, musste ich das Buch letztendlich zu meinen Favoriten aufnehmen. Es war von der Geschichte her mal eine ganz andere Dystopie, die mich - trotz des eher ruhigen Verlaufs - fesseln konnte. Für alle Leser, die gerne Prinzessinnengeschichten mögen, kann ich das Buch nur ans Herz legen. Und selbst wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr ja immer noch den Anblick dieses wundervollen Covers genießen. :D


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