Donnerstag, 9. Juli 2015

Rezension "Mein Sommer nebenan"




Preis: € 8,99 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 512
Altersempfehlung: ab 12
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: Einzelband
Verlag: cbj

Klappentext: Samantha Reed liebt die Garretts heiß und innig – doch nur aus der Ferne. Die 10-köpfige Nachbarsfamilie ist tabu, denn die Garretts sind alles, was Samanthas Mutter ablehnt: chaotisch, bunt und lebensfroh. Aber eines schönen Sommerabends erklimmt der 17-jährige Jase Garrett Samanthas Dachvorsprung und stellt ihr Leben auf den Kopf.





Die Geschichte

Ich habe mir dieses Buch extra für den Sommer gekauft und statt es auf meinem SUB vereinsamen zu lassen, habe ich es tatsächlich sofort gelesen. Im Moment lese ich generell alle neuen Bücher recht schnell, während die alten Schätze ein wenig in Vergessenheit geraten. Das sollte ich mal wieder ändern, was jedoch ein anderes Thema ist. Ich bereue den Kauf dieses Buch nämlich keinesfalls, denn es hat mir sehr gut gefallen. Es geht um ein junges Mädchen, welches zusammen mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester in recht vornehmen Gesellschaftskreisen aufwächst. An Geld mangelt es der Familie nicht, denn die Mutter ist in der Politik tätig. Doch Samantha sehnt sich nach Geborgenheit. Diese findet sich schließlich bei den Nachbarn, denn die sind das komplette Gegenteil ihrer geordneten Familie. Sie sind laut und chaotisch, aber dafür immer füreinander da. Natürlich gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte und Samantha verliebt sich in den Nachbarsjungen Jase. Keine Sorge, damit nehme ich euch von der Geschichte nichts vorweg, denn diese Liebe entwickelt sich schon zu Beginn der Geschichte. Das Buch bietet aber noch viel mehr und so kommen auch einige Nebencharaktere nichts zu kurz, was ich sehr gut fand und bei einem Einzelband - meiner Meinung nach - oft zu kurz kommt. Nach etwas über die Hälfte nimmt die Geschichte dann eine unerwartete Wendung und es müssen Entscheidungen getroffen werden, die für alle Beteiligten nicht einfach sind. Mir hat diese kleine Dramatik sehr gut gefallen, denn dadurch wurde die ruhige Atmosphäre ein wenig spannend gehalten. Das soll aber nicht heißen, dass ich den Anfang langweilig fand, denn irgendwie konnte das Buch es schaffen konsequent interessant zu bleiben. Es war, als ob man beim Lesen Teil dieser Geschichte wurde. Aus diesem Grund wollte ich dem Buch auch eigentlich die volle Punktzahl geben, doch mir hat zum Schluss eine kleine Aufklärung gefehlt. Dabei ging es zwar nur um einen Nebencharakter, aber trotzdem hätte ich darüber gerne noch ein wenig mehr erfahren. Na ja, das perfekte Ende ist in Büchern aber auch immer schwer zu treffen und es ändert nichts an der Tatsache, dass mir die Geschichte wunderbar gefallen hat.

Die Charaktere

Wie schon gesagt, fand ich nicht nur die Protagonisten gut ausgearbeitet, sondern auch die Nebencharaktere kamen nicht zu kurz. Und selbst wenn eine Person nur einen kurzen Auftritt hatte, hat sie trotzdem irgendwie eine Spur in meinem Herzen hinterlassen. Dieses Gefühl habe ich bei Einzelbänden recht selten. Da merkt man sehr stark, dass die einzelnen Charaktere mit viel Liebe ausgearbeitet wurden. Besonders die Großfamilie fand ich super goldig und sehr realistisch dargestellt. Oftmals fühlte es sich so an, als wäre man selbst mit dabei. Natürlich gab es auch einige Personen, die mir nicht so zugesagt haben. Das traf besonders auf Samanthas Mutter und deren Freund zu. Doch auch ihre beste Freundin ging mir manchmal etwas auf die Nerven und zum Schluss konnte ich sie - aufgrund einiger Umstände - noch weniger leiden. Das war aber mit Sicherheit von der Autorin so beabsichtigt. Umso mehr haben mir dafür die beiden Protagonistin gefallen. Sie kamen beide recht reif für ihr Alter rüber und es war schön mit ihnen die erste Liebe zu erleben.

Der Schreibstil

Ein lockerer und leichter Schreibstil, der sich schnell und fließend lesen lässt. Es ist in einem leichten Jugendstil geschrieben, beinhaltet jedoch keine nervige Jugendsprache, sondern ist dadurch einfach nur modern gehalten. Für mich hat es perfekt zum Buch gepasst, auch wenn es sich jetzt natürlich um nichts Außergewöhnliches gehandelt hat. Dafür ist es eben genau der richtige Schreibstil zum Abschalten.

Fazit

Mir hat dieses Buch - trotz dieser kleinen Schwäche am Ende - sehr gut gefallen. Es beinhaltet jetzt nicht unbedingt etwas neues, aber dafür zieht es einen mit seinen charmanten Charakteren und der lockerleichten Geschichte in seinen Bann. Ein Buch, welches man, genau wie den Schwiegersohn von nebenan, einfach lieben muss. Eine perfekte Lektüre für den Sommer.


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