Sonntag, 24. Juli 2016

Rezension "Sugar Soldier"




Preis: € 6,50 [D]
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 196
Altersempfehlung: ab 13
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: 1-10
Verlag: Tokyopop

Klappentext: Ihr bisheriges Leben hat Makoto im Schatten ihrer wunderschönen Schwester gefristet, die als Model arbeitet. Damit soll jetzt Schluss sein! Makoto möchte endlich ihre Komplexe loswerden und genauso süß und selbstbewusst werden wie ihre Schwester. Schützenhilfe erhält sie dabei von Shun, ihrem supercoolen neuen Schulkameraden. Aber aller Anfang ist schwer ...





Die Geschichte
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Stellvertreten für die gesamte Reihe, zeige ich euch hier Band 1. Keine Sorge, ich werde nicht spoilern, sondern lediglich etwas zur Grundstory sagen und meinen persönlichen Gesamteindruck abgeben. Ich hoffe, ich kann damit ein paar Mangafans unter euch ansprechen oder vielleicht einige andere Leser dafür begeistern. Generell sind Manga ja nicht jedermanns Sache, denn wer Bücher liest, dem gefallen nicht automatisch Comics. Ich persönlich mag beides sehr gerne, deshalb möchte ich auch hin und wieder ein paar Manga vorstellen. Den Anfang macht "Sugar Soldier" von Mayu Sakai. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der wird bereits wissen, dass sie zu meinen Lieblingsmangaka (Autoren, die professionell Manga zeichnen) gehört. Durch "Momo Little Devil" habe ich sie damals entdeckt und seitdem liebe ich ihre Geschichten. Deshalb bin ich auch ein bisschen traurig, dass ihre aktuelle Reihe nun ebenfalls beendet ist. In "Sugar Soldier" geht es um die 15-Jährige Makoto, die nun in die 10. Klasse der Highschool kommt und dort den beliebten Schüler Shun kennenlernt. Die beiden freunden sich schnell an und Makoto offenbart ihm ihre Komplexe. Aufgrund ihrer älteren Schwester, die ein bekanntes Model ist, fühlt sich die junge Schülerin ein wenig benachteiligt und in den Schatten gestellt. Das klingt zunächst einmal ein bisschen oberflächlich. Es ist aber viel mehr als das, denn Makoto ist wirklich sehr schüchtern und fühlt sich in ihrer Haut überhaupt nicht wohl. Leider ist es auch so, dass sie tatsächlich von vielen wegen ihrer Schwester ausgenutzt und zuhause von ihrer Mutter ebenfalls nicht ernst genommen wird. Das merkt auch Shun bald und bietet ihr deshalb seine Hilfe an. Bei ihm könnte man anfangs denken, dass er der perfekte Schüler ist, doch der Schein trügt. Mehr möchte ich nicht verraten, deshalb müsst ihr den Rest natürlich selber lesen. Ich kann nur sagen, dass alle Bände von mir die volle Punktzahl bekommen haben. Natürlich ist die Story ein wenig kitschig, denn immerhin befinden wir uns hier in der Romance-Sparte und die Protagonisten sind Teenager. Wenn man sich aber auf die Geschichte eingelassen hat, dann schmachtet und fiebert man sogar als erwachsener Leser mit.
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Die Charaktere
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Mir haben wirklich so gut wie fast alle Charaktere gefallen. Vor allem fand ich es klasse, dass nicht nur die beiden Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere sehr schön ausgearbeitet waren. Im Grunde bekommt man während der gesamten Reihe über fast jede Person ein paar Hintergrundinfos. Im Nachhinein hat mich auch Makotos ältere Schwester sehr zum Positiven überrascht, da ich anfangs dachte sie sei ein wenig eingebildet. Da merkt man mal wieder, dass Vorurteile nicht gut sind und ich glaube, das wollte uns Mayu Sakai damit auch zeigen. Die einzige Person, die mir nicht sympathisch wurde, war Makotos Mutter. Sie hat ihrer jüngeren Tochter wirklich überhaupt nichts zugetraut und ihr jedes Mal das Gefühl gegeben, sie sei ein unreifes kleines Kind. Zum Schluss hat sich das zwar ein bisschen gebessert, aber ich hatte den Eindruck, dass es nur deshalb so war, weil Shun sie so begeistern konnte. Also bei so einer Mutter bekommt glaube ich jeder Teenager Komplexe! Na ja, aber solche Charaktere muss es auch in Büchern/Manga geben.

Der Zeichenstil

Ich liebe den Zeichenstil von Mayu Sakai. Ich muss mittlerweile sogar gestehen, dass er mir fast besser gefällt als der von Arina Tanemura, weil er zwar auch detailreich, aber nicht ganz so überladen ist. Vielleicht hat sich auch einfach nur mein Geschmack in dieser Hinsicht verändert. Auf jeden Fall konnte mich bisher jeder Manga von ihr überzeugen.

Fazit

"Sugar Soldier" ist genauso gut wie "Momo Little Devil", obwohl es eine komplett andere Geschichte ist. Ich liebe Mayu Sakais Zeichenstil und finde ihre Ideen immer wieder klasse. Für mich ist es einer der süßesten Reihen aus meinem Mangaregal. Allen Romance-Fans kann ich es daher nur empfehlen. 
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