Montag, 22. Juni 2015

Rezension "Oliver Twist"




Preis: € 7,50 [D]
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 240
Altersempfehlung: ab 10
Meine Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥
Reihe: Einzelband
Verlag: Arena

Klappentext: Der Waisenjunge Oliver Twist lebt in London unter Gaunern und Bettlern. Immer wieder versucht der alte Fagin Oliver zum Stehlen zu zwingen. Als der gütige Mr Brownlow den Jungen aufnimmt, erfährt Oliver zum ersten Mal Liebe und Geborgenheit. Doch über Olivers Geburt schwebt ein Geheimnis, das ihn immer wieder in Gefahr bringt.






Die Geschichte

Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust ein Kinderbuchklassiker zu lesen und da "Oliver Twist" sowieso noch ungelesen in meinem Regal stand, bot es sich wunderbar dafür an. Es ist das erste Buch, welches ich von Charles Dickens lese und es hat mir ganz gut gefallen. Zwar gehört es nicht zu meinen Lieblingen unter den Klassikern und Kinderbüchern, aber es hat eine durchaus lesenswerte Geschichte. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Atmosphäre des alten Londons in diesem Buch. Ich finde das unheimlich interessant und mag diesen altmodischen Stil sehr gerne. Trotzdem ist solch eine Geschichte, wie sie Oliver Twist passiert, in unserer heutigen Gesellschaft fast undenkbar. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, aber nicht mehr in solch einem Ausmaß wie damals. Das hat mich sehr bewegt. Ich denke, mehr brauche ich zum Inhalt nicht sagen, denn jeder kennt die Geschichte oder hat zumindest schon mal davon gehört. Ich weiß allerdings nicht, ob es sich heutzutage noch als reines Kinderbuch eignet. Dafür ist das Buch, meiner Meinung nach, zu langwierig und für Kinder vermutlich zu uninteressant. Zum Schluss geht es sogar eher in die Krimispate, was mir aber gut gefallen hat, denn die Auflösung war super durchdacht.

Die Charaktere

Die Charaktere in dem Buch waren ganz in Ordnung und obwohl es nur eine kurze Geschichte ist, waren sie sehr gut ausgearbeitet. Allerdings muss ich zugeben, dass ich trotzdem nicht richtig den Bezug zu ihnen finden konnte. Natürlich waren mir einige von ihnen sympathisch und andere wiederum nicht, doch irgendwie hat mir da das gewisse Etwas gefehlt. Besonders schade fand ich, dass Oliver Twist zum Ende hin kaum noch eine Rolle gespielt hat. Ich hätte zur Auflösung hin gerne mehr über sein Befinden erfahren. Ich glaube aber, dass das vom Autor so beabsichtigt war und dass es auch einfach an der damaligen Schreibweise lag.

Der Schreibstil

Den Schreibstil mochte ich wirklich sehr gerne. Zwar wird es nicht mehr die originale Schreibweise von damals sein, denn ich nehme an, dass die Übersetzung nach all den Jahren mehrmals überarbeitet wurde, aber trotzdem lässt es sich sehr gut lesen. Es versetzt den Leser in die damalige Zeit zurück und lässt das alte London wieder aufleben. Für mich war das fast das Schönste an diesem Buch.

Fazit

Ich kann die Geschichte nur jedem ans Herz legen, der sich für die damalige Zeit interessiert. Allein für dieses Feeling lohnt es sich schon das Buch zu lesen. Ein Klassiker, den ich allerdings eher älteren Kindern oder Jugendlichen empfehlen würde. Als Erwachsener ist man natürlich auch nie zu alt dafür. ;)



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